In diesem Artikel unseres Wissenswertbereichs möchten wir auf die unterschiedlichen Betriebsmodi der E-Zigaretten Akkuträger bzw. Mods eingehen. Heute wollen wir dabei neben den Basics auch die einzelnen Betriebsmodi etwas erläutern und erklären, dennoch werden wir noch detailliertere Artikel zu einigen oft genutzten Modi veröffentlichen und deutlich tiefer in die Materie gehen – welche dies sind, werden wir im entsprechenden Absatz kenntlich machen.

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Betriebsmodi – Historie

Im Jahr 2003 bis 2004 fing das Dampfen der E-Zigarette mit ungeregelten Akkuträgern an, was nicht wirklich optimal war – dies lag unter anderem daran, dass die damaligen Akkus dafür nicht ausreichend laststabil waren.

In einem weiteren Schritt wurden die Betriebsmodi um CV (Constant Voltage) ergänzt, dieser sollte über die gesamte Akkukapazität ein gleich gutes Dampferlebnis liefern – eine relevante Verbreitung – hat mit Ausnahme einiger AiO-Geräte (All-in-One)  – aber nicht stattgefunden.

Einige Jahre sind vergangen, als die Betriebsmodi eines E-Zigaretten-Akkuträgers um den VV (Variable Voltage) Modus ergänzt wurden, der einfache und besonders schnelle Anpassungen erlaubt und das Dampfen demnach anwenderfreundlicher machte. Soweit uns bekannt ist, erschien dieser im Jahre 2011 von Provari in einer marktrelevanten Serienproduktion.

Die zwei nächsten Schritte der Betriebsmodi für Mods entwickelte dann Evolv in den USA, hierzu gehörten VW (Variable Watt = “Wattmodus”) im Jahr 2010 im Darwin. Weiter ging es im Jahr 2011 bzw. 2012 mit DNA12 und DNA20 weiter, hier gab es direkt die ersten Boards, die in Mods von 3. Herstellern verbaut wurden. Im Jahr 2014 kam dann auch TC (Temperatur Control) mit dem DNA40 hinzu.

Mit VW (Variable Watt = “Wattmodus”) hat man also quasi den Modus erfunden, den heute vermutlich mehr als 95% der Dampfer mit geregelten Mods nutzen. Gleichzeitig hat der VW-Modus den zu dieser Zeit verbreiteten VV Modus als regelbare Methode fast komplett verdrängt, da dieser für den Anwender deutlich einfacher war.

Der Markterfolg von TC ist da merklich überschaubarer – das liegt aber nicht daran, das TC (Temperatur Control) nicht funktioniert hat oder nicht eigentlich der bei Weitem bessere Modus ist. Es liegt schlicht am Handling in der Praxis und den relativ hohen Anforderungen an Mod, Tank und Coil – auch daran, das vermutlich 99% der Fertigcoils auf dem Markt mit TC einfach nicht funktionieren. Erst seit Mitte 2018 kommen für einige gute Tanks brauchbare Coils aus SS (Edelstahl), die eine gewisse Reichweite auf dem Markt besitzen.

Weiter ist auch das Handling an sich zu nennen, denn man muss ja bekanntlich je Tank bzw. Coil stets seine Einstellungen beim TC-Modus neu einstellen. Wechselt man demnach seinen Tank regelmäßig, weil man zum Beispiel nur einen Akkuträger besitzt, muss man die Parameter immer stets berücksichtigen.Verbleibt der E-Zigaretten Verdampfer aber stets auf dem gleichen Mod, so entfällt dieser Handling-Umstand, diese User sollten also über TC definitiv mal nachdenken. An dieser Stelle sei direkt erwähnt, dass ein ordentlich eingestellter TC-Modus einige Vorteile mit sich bringt, einige User überfordern aber die Einstellungen bzw. man ist lieber noch etwas einfacher unterwegs, der VW-Modus funktioniert ja gut genug.

Doch weiter in der Geschichte, im Jahre 2016 kamen nämlich einige Hersteller mit Akkuträgern auf den Markt, die mit Zusatzfunktionen, wie Curve, Preheat und weiteren vergleichbaren Modi, glänzen. Diese setzen zwar weiter auf VW, sollen aber das Dampfen noch besser machen – das Ganze ohne das Handling zu erschweren. Man hat sich dabei aber eher darum gekümmert, die damals in Mode gekommenen und recht trägen Coils schneller anzufeuern und weniger einen dynamischen Modi zu bieten, der sowohl bei warmen wie auch kalten Coils passt. Denn auch hiert hat man den Nachteil bzw. Umstand, dass man für jeden Tank und Coil die Settings an mehreren Stellen anpassen muss, nicht behoben.

Wirklich gelungen ist dies erst im Jahr 2018 – hier hat Evolv mit den Chips der DNA C Reihe und Replay ordentlich nachgelegt. Es wurde  quasi eine kleine Revolution geschaffen, auch wenn selbst das recht einfache Replay scheinbar immer noch einige überfordert. Da die Replay-Funktion bisher nur in den recht teuren DNA-Chips zum Einsatz kommt, ist der Marktanteil noch sehr klein, aber es verspricht viel und liefert dieses auch ab. Mal sehen ob es sich auf Dauer durchsetzten wird oder ob die Masse der Dampfer beim  – ist gut genug – VW Modus bleibt.

Wir mögen Replay besonders mit RDAs, gleichzeitigen müssen aber auch wir zugeben, dass wir unsere  MTL-RTAs eher im TC-Modus betreiben.

Betriebsmodi – Basics

Wir möchten hier direkt anmerken, dass wir in diesem Artikel nicht auf alle Details eingehen werden,   sondern versuchen einen soliden Einsteigerartikel zum Thema Mod-Betriebsmodi zu verfassen. Dieser soll jedem Neuling die wichtigsten Merkmale aufzeigen, um zu wissen, welche Möglichkeiten es gibt. Fortgeschrittene Anwender bzw. Experten, die tief in der Materie stecken, werden bestimmt manches Mal denken das ist doch ganz einfach, doch die Realität sieht ganz anders aus. Dies bemerkt man besonders in Offline-Shops aber auch in etlichen Dampfer-Communities. Hinzukommen die User, die eher technikfremd sind, hier bestehen meistens noch deutlich größere Berührungsängste.

Die Basics ganz kurz erläutert:

  • Der Widerstand hängt primär von der verbauten Coil ab.
  • Die Akkuspannung hängt primär daran, welche Akku-Sorte man nutzt (bei uns Dampfern meist LiIon mit 3.7V Nennspannung, aber es werden auch noch vereinzelt LiFePo mit 3.2V Nennspannung verwendet. Letztere  sind nämlich extrem belastbar – je nach Anzahl  und wie diese geschaltet (seriell, parallel oder Seriell+Parallel) sind.
  • Natürlich kommt da noch Voltdrop des Akkus, des Mods, Übergangswiderstände usw. hinzu, aber das spielt für den Normalnutzer eine merklich unwichtigere Rolle, als die zwei zuvor genannten Faktoren.
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Betriebsmodi – Ungeregelt

  • Leistung geht rein nach Ohmschem Gesetz.
  • Sprich, Spannung (was gibt der Akku\die Akkus real ab) und Widerstand entscheiden was an Leistung rauskommt.
  • Dabei ist es grundlegend egal, ob es sich um einen Mech Mod, ungeregelten Mod mit Sicherungen oder um geregelten Mod im Bypass-Modus handelt, wobei die letzten zwei Varianten mit Sicherungen ausgestattet sind und so Überlastungen verhindern können.
  • Man steuert die Leistung mit dem Widerstand und der Akkuspannung (Schaltung und Sorte).

Wir werden zum Thema “Mechanisches Dampfen” einen detaillierten Artikel auf vapeChecks.de veröffentlichen.

Betriebsmodi – CV (Constant Voltage)

  • Gleichmäßige Spannungsausgabe, unabhängig wie voll der Akku ist –  ohne die Option das Ganze einzustellen (kann man es einstellen, dann ist es VV)
  • Findet man heute eigentlich nur noch bei wenigen AiO-Kits.
  • Meist wird in irgendwas um die 3.5V ausgegeben, bis die Akkuspannung unter Last diesen Wert erreicht hat und dann sinkt die angegebene Leistung bis bei 3.2V. Als ” – leer –  angezeigt wird, was eigentlich schon kein echtes CV mehr ist.

Betriebsmodi – VV (Variable Volt)

  • Man stellt die Spannung ein und selbige ergibt zusammen mit dem Widerstand die Leistung.
  • Wird heute gerne fälschlicherweise als “Semi-Mech” bezeichnet, was eindeutig nicht korrekt ist.
  • VV ist genauso geregelt wie VW oder TC, aber die effektive Leitung an der Coil muss man sich meist alleine errechnen.
  • Vereinzelt gibt es VV-Mods, welche die Leistung in Echtzeit anzeigen.
  • Displaylose VV-Mods wie die MVV oder die Invader Reihe haben sich in den letzten Jahren als preiswerte und solide Optionen für Anwender, die wenig Schnickschnack benötigen, erwiesen.

Betriebsmodi – VW (variable Watt)

  • Man stellt die Leistung ein, die man haben will und der Mod errechnet mit dem Widerstand der Coil,  was er an Spannung anlegen muss.
  • Der Akkuträger-Modus, der aktuell von den meisten Nutzern einer E-Zigarette genutzt wird.

Betriebsmodi – TC (Temperatur Control)

  • Dampfen mit einer bestimmten Coiltemperatur – man stellt am Akkuträger ein, wie warm die Coil werden soll und der Mod feuert mit so viel Leistung, damit dies erreicht wird (natürlich im Rahmen dessen, was beim jeweiligen Mod möglich ist).
  • Die Temperatur der Coil wird via Widerstand und der Schwankung von selbigem in Relation zum gewähltem Material erkannt.
  • Der Modus setzt natürlich ein Coilmaterial voraus, welches seinen Widerstand ändert – wenn es warm wird und dem Mod bekannt ist, wie die Änderung sein soll.
  • Zuvor genannter Punkt wird durch den TCR festgelegt, der entweder im Mod eingespeichert ist (meist für NI200, TI und irgendeinen SS) oder man stellt es selbst ein.
  • Üblich ist hier auf dem Markt mittlerweile eigentlich primär nur Edelstahl.
  • Ni200 wird kaum noch verwendet und auch mit Titan arbeiten nur wenige, obwohl es ein tolles Material ist.
  • Kanthal und Ni80 sind hier außen vor, da der Widerstand nicht genug schwankt.
  • Ni90 geht theoretisch, da es aber keine wirklich genormte Legierung ist und jeder Anbieter was Eigenes dazu anbietet, was sich dann auch jeweils anders verhält, muss jeder für sich die Werte ermitteln, was in der Praxis kaum funktioniert.
  • Weil der Mod einen Basiswert braucht, von dem aus die Berechnung stattfindet, muss man die Coil kalt (Raumtemperatur) einmessen und diesen Widerstand dann locken (teils machen die Mods das auch automatisch), damit das Gerät einen Grundwert hat.

Wie man an den Stichpunkten sehen kann, ist das Ganze kein Hexenwerk, dennoch kommt es besonders in preiswerten Mods zu Problemen:

  • Meist funktioniert nur eine Single Coil und diese auch nur spaced.
  • Dualcoil und Contactcoils/Microcoils laufen problemlos meist nur auf besseren Mods (DNA, Dicodes, Yihi).

Wenn TC ordnungsgemäß läuft ist es eigentlich das bestmögliche Dampfen. Gleichmäßiger Geschmack und geringer Akkuverbrauch  – mit der Option seine Tanks komplett leer zu dampfen  – das ist schon sehr praktisch. Dennoch haben die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt, dass dies den meisten Anwendern zu kompliziert bzw. aufwändig ist. Hinzukommt, dass viele andere Reviewer den TC-Modus gänzlich auslassen.

Wir werden den TC-Modus in einem weiteren Artikel genaustens beleuchten.

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Betriebsmodi – Replay

  • Replay wurde 2018 von Evolv eingeführt.
  • Es verspricht einen im Leistungsmodus (VW) gedampften Zug identisch wiederholen zu können.
  • Man dampft den Tank demnach m VW Modus, bis man einen Zug hat ,der einem von der Temperatur, der Dampfentwicklung und dem Geschmack optimal gefällt und speichert selbigen und kann diesen dann wiederholen.
  • Dabei passt der Akkuträger die Leistung, die ausgegeben wird so an, das theoretisch dieser gespeichterte Zug identisch repliziert wird.
  • Hat man den Zug mit einem warmen Tank gespeichert und man spielt diesen ab, wenn dieser kalt ist, wird der Mod mehr Leistung ausgeben um das zu kompensieren und umgekehrt.
  • Damit dieser Akkutträger-Modus gut funktioniert, sollte die Coil mindestens teilweise aus einem Material bestehen, das grundlegend TC fähig ist.

Wie bei TC und Mechanischem Dampfen, werden wir auch hier einen ganz umfangreichen Beitrag im Wissenswert-Bereich veröffentlichen.

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