Erst vor wenigen Tagen haben wir euch einen nützlichen Beitrag zum Thema Pod-Systeme veröffentlicht, in dem wir auf die generellen Einschränkungen eingehen aber auch Tipps mitgeben, wie man die sehr kleinen Geräte noch etwas schmackhafter bekommt.

Bevor ihr unsere aktuellstes Review durchstöbert, könnte ein Blick in den Beitrag definitiv nicht schaden, damit ihr unsere Wertungen des heutigen Tests besser nachvollziehen könnt. Wir haben uns in den vergangenen Wochen einige kleine Pod-Systeme angeschaut und möchten heute mit dem ersten Erfahrungsbericht starten. Im heutigen Review geht es dabei um das Innokin EQ Pod-System mit nachfüllbarem Tank, welches in unterschiedlichen Farben, die ihr dem Datenblatt entnehmen könnt, nachlesen könnt.

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Lieferumfang & Eindruck – Innokin EQ

  • 1x Innokin EQ Redefined
  • 1x Innokin Plexus Coil Pod
  • 1x USB Kabel
  • 1x Bedienungsanleitung
  • 1x Garantiekarte

Die kleine E-Zigarette Innokin EQ wird aus einer Zinklegierung hergestellt, dies trifft zumindest für das gesamte Gehäuse zu. Das Material wirkt hochwertig und zudem robust und wurde an der Oberfläche mit einer minimal gummierten Schicht veredelt. Der Feuertaster sowie der gesamte Pod samt Deckel wiederum bestehen aus Kunststoff, das ebenfalls keine Beanstandungen hervorgerufen hat, ebenfalls recht robust wirkt, optisch aber jetzt aber auch nicht wirklich etwas Besonderes ist.

Die Verarbeitung des Innokin EQ Pod-Systems ist einwandfrei. Sämtliche Aussparungen sind präzise umgesetzt, dies gilt auch für den Feuertaster. Auch der Pod sitzt schön sauber und gleichmäßig im Gehäuse, der Deckel wiederum schließt das Mundstück der E-Zigarette gut ab. Wir konnten zudem keine Spaltmaße oder scharfen Kanten entdecken. Das Logo sowie Symbol sind ebenfalls sauber umgesetzt.

Das Design der Innokin EQ ist recht minimalistisch und zeitlos gehalten, besonders, wenn man es in einer unauffälligen Farbe, wie Silber oder Schwarz, erwirbt. Das silberne Metall des Gehäuses harmoniert dabei gut mit dem dunkeln Kunststoff und die kleinen Motive in Weiß stören keinesfalls. Das dezente, harmonische Gesamtdesign punkte zudem mit gut gelungenen Abrundungen am Gehäuse und einer nicht zu stark auffallenden LED in der Feuertaste.

Die Pods mit integrierter Coil können selbstverständlich nachgekauft werden.

  
HerstellerInnokin
BauartPod-System
CoilMesh-Coil
Anwendbare KöpfePlexus EQ Coil
Tankvolumen2,0ml
Akku800mAh
Leistung13,5 - 15,5 Watt geregelt
Maße90 x 35 x 15 mm
Gewicht53 Gramm
FarbenRot, Silber, Blau, Lila, Schwarz

Vorbereitung – Innokin EQ

Erste Schritte vor dem Dampfen

Um mit dem Innokin EQ Pod-System loszudampfen, bedarf es eigentlich keinen Aufwand. Wir schließen das kleine Gerät also zunächst an einem USB-Steckplatz an und laden dieses per mitgeliefertem Ladekabel auf, was mit 0,5A recht schnell vonstattengeht und euch per LED in der Feuertaste signalisiert wird. Bei einem komplett leeren Akku dauert das Ganze circa 2 Stunden. Ist der integrierte 800 mAh-Akku voll aufgeladen wechselt die LED übrigens zu Weiß und das Dampfen kann beginnen, naja fast, den das Liquid muss noch in den Pod.

Hierzu ziehen wir einfach den gesamten Pod aus dem Gehäuse, wo er magnetisch fixiert wird. Das Ganze ist ganz ohne Kraftaufwand möglich. Nun nehmen wir die untere Seite, wo der Pod unterhalb des eigentlichen Tanks einen kleinen Steg hat, der nach links oder rechts gedreht werden kann. Hier drunter findet man dann auf jeder Seite recht große Öffnungen, in die das Liquid in den Tank eingefüllt wird. Das Ganze ist recht einfach zu bewerkstelligen, dennoch ist es manchmal vorgekommen, dass ein Überdruck im Tank entstand, und das Liquid nicht richtig reinfloss, ein Neigen des Tanks wirkte hier wahre Wunder. Ist der Tank mit Liquid befüllt, kann der Steg wieder gedreht werden, um die Befülllöcher zu schließen. Dieser ist übrigens nicht schwer zu bewegen, sitzt aber dennoch stramm genug, ohne sich von selbst zur Seite zu bewegen und so ungewollt die Öffnungen freizulegen. Beim ersten Befüllen sollte man noch ein paar Minuten abwarten, damit die Watte bzw. die integrierte Coil sich mit Liquid vollsaugen kann und dann kann es ans Dampfen gehen.

Innokin EQ Details – (Unboxing-Video)

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Im Test – Innokin EQ

Pro

  • Robustes Gehäuse
  • Zeitloses, unauffälliges Design
  • Kompakte Größe
  • Guter Grip
  • Gute Akkukapazität für Pod-System
  • Einfache Usability
  • Einfaches Liquid-Befüllsystem
  • LED-Signale
  • Kein Auslaufen
  • Leises Zuggeräusch (kein Blubbern)
  • Mittelmäßige Geschmacksentfaltung
  • Gutes Zugverhalten (MTL)

Contra

  • Liquid-Befüllsystem
  • Befestigung des Pods
  • Verschluss des Tanks
  • Liquid-Füllstand

In unserem Langzeittest had die E-Zigarette Innokin EQ einen guten Eindruck hinterlassen. Hier hätten wir zunächst die geringe Größe des Gerätes, dass in jeder Hosentasche ihren Platz findet, selbst wenn es eine ganz enge Jeans-Hose ist. Das Gerät liegt zudem gut in der Hand und kann quasi komplett umschlossen werden. Für den guten Grip sorgen zudem die schön abgerundeten Kanten sowie die Veredelung der Außenoberfläche des Gehäuses, welches sich leicht samtig und zudem minimal gummiert anfühlt und demnach sicher in der Hand liegt. Der Deckel für das Mundstück sitzt ebenfalls schön fest auf dem Pod, sodass ein versehentlich Herunterfallen bzw. Abfallen eigentlich ausgeschlossen werden kann.

Mit dem verbauten 800 mAh Akku kommt man dabei recht weit, geht die Puste doch irgendwann aus, muss per USB-Kabel nachgeladen werden, das Dampfen ist bei diesem Vorgang dann weiterhin uneingeschränkt möglich. Gut gefällt uns bei diesem Punkt, dass der Anschluss hierfür im Boden positioniert wurde, dies macht den Vorgang deutlich komfortabler, da kein Kabel stört, dafür muss das Gerät aber hingelegt werden, doch dies war im Test auch mit befüllten Pod, im Bezug auf Auslaufen, nie ein Problem.

Das Innokin EQ Pod-System kommt dabei mit zwei Modi zum Dampfen daher, hier hätten wir einmal den Regular-Mode mit einer Leistung von 13,5 Watt sowie dem Boost-Mode, der per Feuertaster eingestellt werden kann. Beide Modi haben zufriedenstellen funktioniert, wenn für uns der Boost-Mode interessanter war, der mit einer für uns guten Dampfentwicklung punktete. Man hat zudem auch einen kleinen Indikator hinsichtlich der Akkukapazität, die ebenfalls in der in der Feuertaste verbauten LED mit Rot oder Weiß signalisiert wird, Erstere weist dabei auf eine niedrige Kapazität hin und die kleine E-Zigarette sollte bald aufgeladen werden. Ein- bzw. ausgeschaltet wird ebenfalls über die gleiche Taste, das Ganze passiert mit einem 3-fach Klick.

Das Befüllen der Löcher vom Tank ist wie bereits erwähnt sehr einfach zu bewerkstelligen, anders als bei anderen Pod-Systemen benötigt man bei der Innokin EQ keine besonderen dünnen Spitzen oder ohne Ähnliches. Dennoch ist das einfache Befüllsystem nicht ganz zufriedenstellend, Gleiches gilt auch für die generelle Befestigung des Pods im Gehäuse, wir kommen in unserem berüchtigten Kritik-Absatz gleich darauf zurück. In den Tank passen übrigens 2 ml Liquid, mit 50:50 sind wir im Test hinsichtlich Nachfluss und Geschmack am besten gefahren. Mit 70:30 haben die im Pod fest verbauten Plexus EQ Coils mit 0,5 Ohm, die auf einem Mesh-Gitter basieren und lange halten sollen, zwar auch kein Problem, doch der Geschmack hat bei mehreren Zügen schon etwas darunter gelitten. Ist der fest integrierte Coil hinüber, kann man die Pods dementsprechend nachkaufen, sprich wie in anderen Pod-Systemen.

Bevor wird uns dem Geschmack widmen, möchten wir zunächst den Zugwiderstand besprechen, der hier durchaus schön straff ist und unserer Meinung nach für MTL sehr gut gewählt wurde – das Ganze zudem recht leise und ganz ohne blubbern. Eine regulierbare Airflow gibt es nicht, doch unserer Meinung nach ist diese auch nicht nötig. Überrascht hat uns auch das Mundstück selbst, während wir zunächst gedacht haben, ein rundes schmales DripTip wäre deutlich besser, so empfanden wir die in der Innokin EQ verbaute Form doch als sehr angenehm im Alltag. Beim Dampfen ist dieses zwar etwas warm geworden, doch nie wirklich heiß, sodass ein Dampfen nicht mehr möglich gewesen wäre. Positiv aufgefallen im Test ist auch die Feuertaste selbst, die einen angenehmen Druckpunkt besitzt.

Geschmacklich braucht sich das kleine Pod-System aber auch nicht zu verstecken, im Vergleich mit anderen Geräten dieser Art reiht sich die Innokin EQ knapp über dem Mittelfeld ein. Dies bedeutet, dass die Aromen der Liquids gut durchkommen (nicht vergleichbar mit FertigCoilern oder RTAs), wenn auch nicht immer alle Nuancen klar erkennbar sind – besonders bei kuchigen Liquids ist dieser Umstand aufgefallen. Die Süße der Liquids ist ebenfalls deutlich dezenter als in anderen E-Zigaretten. Diese Aussagen beziehen sich übrigens auf beide verfügbare Modi, wenn auch der Boost-Mode noch etwas mehr in dieser Kategorie herauskitzeln kann. Positiv überrascht waren wir auch über die Dampfentwicklung, hier gibt es etliche andere Pod-Systeme, die deutlich weniger leisten. Auch wenn es eigentlich klar sein sollte, möchten wir hier noch erwähnen, dass ein DL-Zug mit diesem Gerät keinesfalls möglich ist. Zu erwähnen sei noch, dass wir im Testzeitraum kein Spritzen beim Dampfen feststellen konnten, sofern man einen schön smoothen MTL-Zug durchführt. Zieht man viel zu stark, kann es passieren, dass man dezente Spuren von Liquid an seinen Lippen hat, aber keinesfalls heisse Spritzer, wie man sie von anderen Geräten kennt.

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Was wir uns noch wünschen

Auch wenn es einiges Positives über die Innokin EQ zu berichten gibt, so hätte man an manchen Stellen besser optimieren können. Hier hätten wir zunächst die Befestigung des Pods in der Halterung. Grundsätzlich ist dieser schön fest per Magnet fixiert, und kann durch Schütteln, umdrehen oder Ähnliches nicht herausfallen, jedoch löst sich dieser gerne, wenn man die Schutzkappe entfernen will. Umgehen kann man dies nur, indem man den Deckel beim Abziehen leicht drückt, dann kann man diesen vom Tank entfernen, ohne dass der ganze Pod sich löst. Dementsprechend nicht wirklich etwas Gravierendes, aber sicher besser lösbar.

Ebenfalls etwas besser wäre gewesen, wenn der Innokin EQ Tank hinsichtlich Materialfarbe etwas heller ausgefallen wäre, um den Liquidstand besser ablesen zu können. In heller Umgebung ist dies gar kein Problem, doch je Dunkler es wird, um so mehr ist eine Lichtquelle zum Gegenhalten nötig. Zu Letzt hätten wir noch das Befüllsystem für das Liquid, wir erwähnten ja bereits, dass hier manchmal ein Überdruck entsteht und etwas Liquid austreten kann, statt in den Tank zu fließen. Hier muss der Tank dann zwar nur geneigt werden, doch beim zügigen Nachfüllen, besonders wenn man die Liquidflasche stark drückt, kann dennoch etwas daneben gehen. Auch der umschwenkbare Steg, der die Liquidlöcher verschließt, hätte eventuell noch eine Dichtung vertragen können. Zwar ist im gesamten Testzeitraum nie Liquid ausgelaufen, dennoch war an der Außenseite minimale Spuren von Liquid zu sehen, die so sicherlich hätten verhindert werden können, wenn diese für uns auch nicht wirklich schlimm war.

Info
Sollten wir irgendwelche Angaben ausgelassen haben, die Dich interessieren, dann schau dich am besten auf der Hersteller-Seite um.
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Tipps & Tricks – Innokin EQ

Damit euch der Umgang mit der Innokin EQ noch einfacher fällt, haben wir noch ein paar nützliche Tipps & Tricks für Euch zusammengestellt. Diese werden auch nach Veröffentlichung weiterhin ergänzt.

Wechsel zwischen Regular Mode & Boost Mode

Hierfür schaltet man die Innokin EQ per 3-fach Klick aus und betätigt die Feuertaste für wenige Sekunden. Wenn die LED aufleuchtet, betätigt man die Feuertaste nochmals mit einem längeren Druck und kann so zwischen den beiden Modi springen.

  • Weiß: Regular-Modus
  • Rot: Boost-Modus

Akku-Kapazität an der LED erkennen

Die Akkukapazität wird euch beim Einschalten bzw. beim Dampfen mit der LED in der Feuertaste angezeigt, unabhängig, in welchem Modi ihr euch befindet. Die Signale sehen wie folgt aus:

  • Weiß: Voll geladen
  • Rot: Niedrige Akkukapazität
Liquid beim Dampfen im Mund
Wir hatten solche Vorfälle im Test nur, wenn wir zu stark gezogen haben. Durch den recht straffen Zug sollte man schön sanft ziehen, dann bleibt alles trocken.
Beim Öffnen der Verschlusskappe löst sich der gesamte Pod'
Dies ist wahrhaftig ein kleines Problem, was sich aber recht einfach lösen lässt. Die Kappe beim Abziehen leicht drücken, schon bleibt der Pod in der Halterung fixiert.