Kleine E-Zigaretten und besonders Pod-Systeme sind aktuell wieder sehr im Trend, und so ist es ganz klar, dass die Hersteller etliche Geräte vorstellen.

Unserer Meinung nach, sind solche Devices als Zweitgerät recht praktisch, besonders wenn die ordentliche Dampfe für bestimmte Aktivitäten doch mal zu groß ist. Heute haben wir ein kleines AiO-Gerät aus dem Hause Joyetech, welches vom Design und Größe durchaus als Pod-System durchgehen könnte, aber halt Ersteres ist. Wir haben uns in den letzten Wochen die Joyetech eGo AIO Mansion genauestens unter die Lupe genommen und möchten nun unsere Erfahrungen mit euch teilen. Auch wenn es sich diesmal um kein Gerät mit Pods handelt, so empfehlen wir dennoch unseren Info-Artikel vorher zu lesen, da dieser hier durchaus auch greift.

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Lieferumfang & Eindruck – Joyetech eGo AIO Mansion

  • 1 x eGo AIO Mansion Kit
  • 2 x BF SS316 0.6 Ohm
  • 1 x USB Kabel
  • Zubehör
  • Garantiekarte & Anleitung

Die Joyetech eGo AIO Mansion besteht zum größten Teil aus Kunststoff, der aber durchaus hochwertig wirkt und zudem robust ist. Weiter hätten wir noch im oberen und unteren Bereich ein sehr edel wirkendes Edelstahl sowie bestimmte Teile aus einer Zink-Legierung, auch hier gibt es hinsichtlich Qualität der Materialen nichts zu beanstanden.

Bei der Verarbeitung des kleinen AiO-Gerätes konnten wir ebenfalls keine Unstimmigkeiten feststellen, alles wirkt präzise zusammengesetzt, es gibt außerdem auch keine scharfen Kanten oder Spaltmaße. Besonders der obere Bereich aus Edelstahl mit den Öffnungen und Sensor wirkt sehr filigran, dies gilt auch für das Rillenmuster auf dem Kunststoffgehäuse sowie dem eingebauten Taster mit recht gutem Druckpunkt.

Das Design der Joyetech eGo AIO Mansion ist zeitlos, kompakt und dennoch auch edel – so zumindest in der schwarzen Version. Letzteres erreicht man mit dem schön glänzenden Edelstahl im oberen und unteren Bereich, was auch nochmals bei der kleinen Feuertaste aufgegriffen wird. Auch das Sichtfenster ist schön von beiden Seiten integriert worden –  der 2ml Tank befindet sich im Gehäuse.

Die Joyetech eGo AIO Mansion arbeitet mit einem konstanten Leistungsmodus, andere Modis stehen nicht zur Auswahl.

Die Nutzung ist außerdem auch mit NicSalts möglich.

  
HerstellerJoyetech
BauartAiO
CoilCoil
Anwendbare KöpfeBF SS316 Coils
Tankvolumen2,0ml
Akku1300mAh
Leistung13,5 - 15,5 Watt geregelt
Maße103 x 33 x 17,5 mm
Gewicht53 83
FarbenSchwarz, Silber, Gold, Orange, Rose Gold

Vorbereitung – Joyetech eGo AIO Mansion

Erste Schritte vor dem Dampfen

Wie bei einem All-in-One (AiO) Gerät üblich, muss man auch bei der Joyetech eGo AIO Mansion nicht viel tun, bevor es mit dem Dampfen losgehen kann. Wir entfernen als erst mal das Mundstück, welches einfach nur ohne Arretierung eingesetzt ist, aber dennoch gut hält. Dieses erfüllt dann auch direkt eine weitere Aufgabe, nämlich um die Base aufzudrehen. Hier hat man einen kleinen Schlitz, der mit dem kleinen Steg am Mundstück aufgedreht werden kann.  Jetzt noch den Gummi-Noppen einfach abnehmen und man könnte den Tank, der nicht herausnehmbar ist, erst mal mit Wasser durchspülen, wenn man mag.

Nun nehmen wir uns einen der BF SS316 0.6 Ohm Coils und betröpfeln diese bereits mit Liquid, wie man es von E-Zigaretten mit Fertig-Coils kennt. Nun schrauben wir diese an der bereits entfernten Base dran, setzen diese wieder in die obere Öffnung und Schrauben mit dem Mundstück wieder schön fest. Jetzt nur noch das Liquid einfüllen und wieder mit dem schwarzen Noppen die Öffnung verschließen, die Coil mit Liquid vollsaugen lassen (circa 5-10 Minuten bei Erstbenutzung) und die Joyetech eGo AIO Mansion ist einsatzbereit – naja aufladen sollte man natürlich auch noch.

Joyetech eGo AIO Mansion – Details (Unboxing Video)

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Im Test – Joyetech eGo AIO Mansion

Pro

  • Zeitloses, recht edles Design
  • Gute Verarbeitung
  • Kompakte Größe für AiO
  • Guter Grip
  • Einfaches Handling
  • Unkomplizierte Usability
  • Recht ordentlicher Geschmack
  • Angenehmer MTL-Zug
  • Stufenlose AirFlow
  • LED-Signale
  • Liquidstand-Anzeige

Contra

  • Verschlusskappe nicht fest genug
  • AirFlow recht schwer erreichbar
  • Selten Blubbern und Spritzen bei Zugautomatik
  • Tank nicht herausnehmbar

Im Alltagseinsatz konnten wir mit der Joyetech eGo AIO Mansion viele gute Erfahrungen sammeln. Hier hätten wir zunächst das kompakte Design, mit dem das Gerät unterwegs überall ohne Probleme verstaut werden kann. Auch das Design ist ansprechend und recht hochwertig, dies ist deswegen noch mal erwähnenswert, weil ja doch schon recht viel Kunststoff verbaut ist, hier aber keinesfalls negativ auffällt, was dem Edelstahl zu verdanken ist. Die kleine E-Zigarette liegt zudem auch sehr gut in der Hand und der Feuertaster ist gut erreichbar, wenn auch dieser recht klein ausfällt. Die Verschlusskappe schützt zudem das Mundstück, wenn das Gerät nicht in Benutzung ist, dieses findet aber in unserem Absatz mit negativer Kritik nochmals eine Erwähnung.

Zu den kleinsten Geräten gehört die Joyetech eGo AIO Mansion aber sicherlich nicht, so ist beispielsweise die Exceed D19, durchaus noch einen Tick kompakter. Vom Konzept und Design reiht sich das Gerät dabei zwischen AiO und einem Pod-System ein, was für uns den Test und die Bewertung demnach ein wenig schwerer gemacht hat. In unserer Bewertungsskala zum Ende, werden wir sie aber als AiO-Gerät einstufen. In dem kompakten Gerät findet man übrigens einen integrierten Akku mit 1300 mAh, was für MTL schon nicht wenig ist. Nachgeladen wird dieser per eingebauten Micro-USB-Anschluss und wird dem Anwender per LED innerhalb des Tanks signalisiert wird. Geht die LED aus, so ist der Akku komplett geladen.

Der beleuchtete Tank dient aber nicht nur dem Ladevorgang, auch im Betrieb beim Dampfen leuchtet dieser auf, und gibt Informationen über den Ladezustand des Akkus, hier zu mehr im Tipp & Tricks Bereich weiter unten. Der Hersteller verbaut zudem einen Sensor im oberen Bereich, nimmt man den Deckel ab, so erleuchtet das Tanklicht, dies hat im Test recht oft funktioniert, aber das Abnehmen der Schutzkappe, wurde teilweise auch nicht erkannt – wirklich brauchen tut diese Funktion aber eigentlich niemand. Mit einem kurzen Druck auf die Feuertaste bzw. einem Zug an der Joyetech eGo AIO Mansion kann man die Beleuchtung ebenfalls aktivieren und so den Ladezustand erfahren. Gut gefällt uns auch die Individualisierung der Lichtfarbe, hier stehen dem Anwender sechs Farben zur Verfügung, alternativ kann man die Beleuchtung auch deaktivieren, was mit dem Feuertaster möglich ist.

Auch zum Ein- bzw. Ausschalten der Joyetech eGo AIO Mansion wird die Feuertaste benötigt, hier entscheidet sich der Hersteller für den bekannten 5-fach Klick. Das Befüllen des Tanks ist im Alltag nie ein Problem gewesen, da die Öffnung durchaus sehr groß gestaltet wurde. Dennoch hatten wir in der Edelstahlwanne, wo die ganzen Öffnungen untergebracht sind, manchmal etwas Liquid. Entweder, weil man nicht rechtzeitig den Füllvorgang in der Eile gestoppt hat, oder weil die Dichtung zum Verschließen der Öffnung, die quasi stets mit Liquid benutzt ist, am Edelstahl entsprechende Spuren hinterlässt. So gesehen ist die Gestaltung des oberen Bereichs durchaus positiv aufgefallen, sollte mal etwas Liquid in diesem Bereich zu sehen sein, muss man sich unterwegs nicht darum kümmern, einfach das Mundstück einsetzen und weiter dampfen, und dann halt zu Hause in Ruhe mit einem Tuch oder Ähnlichem trocken wischen. Das Mundstück sitzt übrigens schön fest, sodass ein versehentliches Lösen ausgeschlossen werden kann, dennoch ist die Entnahme ohne großen Kraftaufwand möglich.

Wie bereits oben erwähnt, bietet der Hersteller mit der Joyetech eGo AIO Mansion nur einen konstanten Leistungsmodus an. Beim Dampfen mit dem Gerät hat uns dabei das Zug-Verhalten durchaus gut gefallen, was der stufenlosen AirFlow-Einstellung, die man im Bereich der Base findet, zu verdanken ist. Öffnet man diese nur ganz wenig, so hat man schon einen recht straffen Zug, während dieser auch auf recht offen (MTL) verstellt werden kann. Auch das Mundstück hat im Test gut gefallen, ein wenig länger und etwas mehr abgerundet, hätte aber noch besser gepunktet, dass aber nur mal nebenbei. Man kann die kleine E-Zigarette übrigens entweder per Feuertaste betätigen und dampfen oder man nutzt die automatische Zugautomatik, sprich einfach ziehen und das Gerät feuert von selbst. Grundsätzlich hat im Test beides sehr gut funktioniert, wenn auch bei der automatischen Zugautomatik teils Probleme auftraten, hierzu gleich mehr.

Beim Geschmack reiht sich die Joyetech eGo AIO Mansion, wie beim Design, zwischen einem Pod-System und einem AiO-Gerät, wie beispielsweise der Exceed D19, ein. Dies bedeutet, dass der Geschmack im Vergleich mit einem Pod-System definitiv intensiver bzw. stärker ist und auch die Aroma-Nuancen des jeweiligen Liquids sind ausgeprägter. Dennoch stufen wir sie aber auch etwas schwächer als uns bekannte (gute) AiO-Geräte ein, wenn es hier auch sicherlich einige auf dem Markt gibt, die ihre Arbeit in dieser Kategorie schlechter bewerkstelligen, als es die Joyetech eGo AIO Mansion tut. Hier wie immer die Anmerkung, dass der Geschmack selbstverständlich nicht mit Top FertigCoilern bzw. Selbstwicklern verglichen werden darf. Auch bei der Dampfentwicklung ist das kleine Gerät Pod-Systemen überlegen, hier dampft es schon so, wie man es von kleinen E-Zigaretten (AiO-Geräten) gewohnt ist. Die Hitzeentwicklung war im Test auch sehr angenehm. Klar wird das Gerät bzw. Mundstück von Zug zu Zug wärmer, aber es wurde nie zu heiß. Auch möchten wir noch erwähnen, dass ein DL-Zug mit komplette offener AirFlow zwar ganz straf möglich wäre, dieses Gerät aber dafür nicht ausgelegt ist, und es zudem dann auch sehr schnell heiß wird.

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Was wir uns noch wünschen

Der Hersteller hat mit der Joyetech eGo AIO Mansion sehr viel richtig gemacht, doch Kritik gibt es allemal. Wir fangen mit der Verschlusskappe für das Mundstück an, die leider etwas zu locker drauf sitzt und besonders in der Tasche sehr einfach abfällt. Siffen oder Ähnliches tut es dann zwar nicht, da das Mundstück wie erwähnt schön festsitzt, aber geschützt ist dieses dann dennoch nicht mehr – Stichwort Schmutzeintritt. Auch die AirFlow-Positionierung ist nicht wirklich gut gewählt worden. Wurde die Base samt Coil nämlich bereits im Gehäuse festgeschraubt, ist diese mit klobigen Fingern deutlich schwerer erreichbar, um diese zu verstellen, sprich, hier sollte man schon vor der Befestigung, für die Wunschposition sorgen.

Grundsätzlich haben wie das kleine AiO-Gerät gerne in beiden Modi genutzt, mal mit Feuertaste und auch per automatischer Zugautomatik. Letztere hat aber manchmal dafür gesorgt, dass ein Blubbern anfing und zum Teil auch Spritzen vom Liquid, was leider sehr schade ist – per Taste feuern, war definitiv zuverlässiger, hier ist so was nicht passiert. Wenn auch erwähnt werden muss, dass der Umstand bei der Zugautomatik nur wenige Male auftrat, besonders, wenn auch der Akku kurz vorm Ende war. Der letzte Kritikpunkt gilt dann noch dem Tank selbst, der leider nicht herausnehmbar ist, was die Reinigung etwas erschwert, wenn auch nicht unmöglich macht.

Info
Sollten wir irgendwelche Angaben ausgelassen haben, die Dich interessieren, dann schau dich am besten auf der Hersteller-Seite um.
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Gearbest
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Tipps & Tricks – Joyetech eGo AIO Mansion

Damit euch der Umgang mit der Joyetech eGo AIO Mansion noch einfacher fällt, haben wir noch ein paar nützliche Tipps & Tricks für Euch zusammengestellt. Diese werden auch nach Veröffentlichung weiterhin ergänzt.

Akkustand überprüfen
Die Feuertaste 1x kurz betätigen und die LED im Bereich des Tanks fängt an zu blinken. Wenn das Lichtsignal schnell blinkend ist, bedeutet dies, dass der Akku bald aufgeladen werden muss.
LED-Farbe Wechsel oder deaktivieren
Wenn die Joyetech eGo AIO Mansion angeschaltet ist, 3x die Feuertaste hintereinander drücken und so die Farbe wechseln, bzw. die LED komplett deaktivieren.
Liquid blubbert
Wenn die Joyetech eGo AIO Mansion blubbert oder spritzt empfiehlt es sich den Akkustand zu prüfen. Alternativ könnte man per Feuertaste dampfen oder wenn dies auch nicht hilft, den Tank samt Coil trockenlegen. Es ist auch möglich, dass die Coil hinüber ist.